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U.S. Justice Department opposes merger of NCM and Screenvision

Die amerikanische Justizbehörde hat den geplanten Zusammenschluß der beiden größten U.S. Anbieter von Kinowerbung aus kartellrechtlichen Erwägungen blockiert. National CineMedia (NCM) und Screenvision, die zusammen 3 900 Kinos mit mehr als 34 000 Leinwänden in 250 Märkten und 1,1 Milliarden Kinogänger abdecken würden, planen natürlich gegen die Klage anzugehen.

Der vom Department of Justice bestimmte Generalstaatsanwalt Bill Baer nannte den Merger ein Paradebeispiel für eben jene Monopolstrukturen, die Antitrust-Gesetze verhindern sollen. „Der Deal ist schlecht für die Kinos, Werbetreibende und Konsumenten“. Durch den Zusammenschluß blieben Wettbewerbsvorteile aus und die für die Kinos möglichen Einbußen bei den Einnahmen könnten zu höheren Eintritts- bzw. Snackpreisen führen bzw. Modernisierungen und Innovation hemmen würden.

NCM verwieß auf die Notwendigkeit von geografisch breiter Abdeckung und von effizienteren und kostengünstigeren Schaltungen, um mit Fernsehen, Kabel, Mobil und Online mithalten zu können. Verbesserte Technik beispielsweise werde die heute notwendige direkte Ansprache spezieller Zielgruppen ermöglichen. „Mit einem besseren Produkte können wir bessere Preise für die Kinos erzielen“, meinte NCM Chef Kurt Hall, der den bevorstehenden Kampf auf vier bis sechs Monate befristete.

Im Mai hatte das Unternehmen den Erwerb von Screenvision zum Preis von 375 Millionen Dollar angekündigt (225 Mio. Cash, der Rest in Aktien). NCM war aus dem Zusammenschluß der Werbefirmen der drei größten U.S. Kinogruppen Regal, AMC und Cinemark hervorgegangen, die auch weiterhin Aktionäre sind und bisher Vorauszahlungen von mehr als 1 Million Dollar an andere Kinos blockieren konnten, und hat den Theaterpark seitdem um weitere 36 Ketten ausgeweitet. Während sich die Kinoseite bisher still verhalten hat, sprach sich Carmike Cinemas, die viertgrößte Gruppe des Landes und zu 19 Prozent Teilhaber an Screenvision, ausdrücklich für den Deal aus. Dessenungeachtet zeigte sich Carmike mit der Zusammenarbeit mit Screenvision mehr als zufrieden, wohl nicht nur wegen der bis Juli 2042 befristeten Exklusivvereinbarung über Werbeschaltung. (AFu.)

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